Island, wir kommen!!! Teil 3

Der Wind hatte wieder rückgedreht und mit halben Wind preschten wir mit 7 Knoten durch die aufgewühlte See, noch 123 Meilen bis Dalvik, entlang der isländischen Nordküste lagen vor uns. Nach und nach tauchten immer mehr Fischerboote auf und auch ein Kreuzfahrtschiff auf dem Weg zum Geirangerfjord, doch alle blieben im sicherem Abstand.

Ich malte mir schon eine highspeed Fahrt aus, als gegen Abend der Wind immer mehr drehte und dann einschlief.  Wilfried Erdmann brauchte sich in solchen Situationen keine Gedanken machen, da er keinen Motor hatte, doch ich stand auf der Stelle und musste überlegen, ob ich in der Flaute dümpeln wollte oder ob ich den Motor starten sollte.

Ich endschied mich für letzteres und der Motor schob gegen die Tide an, die immer im Uhrzeigersinn um Island herumläuft. Plötzlich sah ich sowas wie kleine Enten auf hoher See und dachte hier habt ihr doch nichts zu suchen und wollte sie schon retten, erst als immer mehr davon auftauchten erkannte ich das es junge Papageientaucher waren. Wenn sie flüchteten tauchten sie einfach ab oder ruderten wie verrückt mit den Flügeln um sich zu entfernen, da sie noch nicht fliegen konnten.

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Am Morgen rundete ich den Leuchtturm Raudinupur, der auf einen roten Felsen stand und mich an Helgoland erinnerte. In der tiefen Bucht tauchten im Fernglas zwei Inseln auf, die dort laut Seekarte nicht sein sollten und so vermutete ich, dass es sich um grönländisches Packeis handeln musste, was regelmäßig bis dorthin trieb.

Mein Furuno-GPS schien hier auch zu spinnen, da es im Gegensatz zum GPS vom Plotter und vom Laptop alles mit 15 Grad unterschied anzeigte, obwohl ich alle eingegeben Daten mehrfach kontrollierte. Alle Daten liefen aber trotz der Abweichung zusammen. Unerklärlich!

Plötzlich enddeckte ich Wale und Delphine und eine Bande schien gerade das Fell zu jucken oder in Showlaune zu sein. Sie sprangen aus dem Wasser wie Flipper in seinen besten Jahren und machten auch noch Saltos. Die Papageientaucher schien das nicht mehr zu beeindrucken, sie blieben immer in Windrichtung ausgerichtet und bei Annäherung tauchte einer nach dem anderen ab.2013-07-24 001 088 (1280x793)

Als ich den Eyjafjord erreichte kam endlich wieder Wind auf, der Motor ging mir ziemlich auf Gemüt. Schnell waren die Segel gesetzt und die letzten 8 Meilen wurden unter Segel in Angriff genommen. Herrlich glitten wir mit 6 Knoten Fahrt tiefer in den Fjord, passierten einen Felsen mit Leuchtturm und anschließend noch die Insel Hrisey bevor der Hafen von Dalvik vorm Bug auftauchte.

Nach 6 Tagen und 18 Stunden und 780 Meilen erreichte ich nach Alesund in Norwegen den Hafen von Dalvik in Island!               

2 Gedanken zu “Island, wir kommen!!! Teil 3

  1. Wat fijn om je verhaal over de reis van Noorwegen naar IJsland te lezen.
    En wat een prachtige foto’s! Echt super allemaal. Mooie weken gewenst met Birgit en Gaby in en rondom IJsland. Liefs, marjon

  2. Moin Uwe,
    bei den schwimmenden Vögeln auf dem oberen Bild mit der Möwe in der Mitte handelt es sich um Lummen. Es gibt zwei Arten, Trottellummen und Dickschnabellummen. Gehören aber wie der Papageientaucher und der Tordalk zur Familie der Alkenvögeln (Alcidae), insofern warst Du gar nicht so falsch. Papageientaucher sind gut am Papageien-artig dicken, bunten Schnabel zu erkennen.
    Beste Grüße und eine Handbreit!
    Niels

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